Gasumlage ist ungerecht

Gasumlage ist ungerecht!

Wir bitten Jürgen Cosse (MdB) um eine Stellungnahme

Wir als SPD Lotte haben unseren Bundestagsabgeordneten Jürgen Coße um Stellungnahme zur Gasumlage gebeten:

 

"Die Entwicklung der Energiepreise und hier insbesondere die der Preise für Gas bereiten uns im Ortsverein Lotte große Sorge. Wenn die derzeit zu erwartenden Preissteigerungen für Gas tatsächlich eintreten, dann wird ein großer Anteil der Bevölkerung die Beheizung der Wohnung bzw. des Hauses nicht mehr bezahlen können.  

 

Die bisher angedeuteten Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger sind angesichts der Preissteigerungen um mehr als 500 % nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Hinzu kommt, dass für viele Bevölkerungsgruppen wie Studenten und Rentner derzeit noch keine Entlastungspakete vorgesehen sind. Vor diesem Hintergrund herrscht eine massive Verunsicherung bei den Menschen, die bereits realisiert haben, welche Belastungen auf sie zukommen werden. Wir haben jedoch den Eindruck, dass viele Bürgerinnen und Bürger das Problem in dem Ausmaß jedoch noch gar realisiert haben.

 

Auf die schon stark gestiegenen Gaspreise kommen nun auch noch die staatlich verordneten Umlagen. Diese betragen allein schon fast 50 % der Gaspreise vor der Energiekriese. Die angekündigte Mehrwertsteuersenkung hilft hinsichtlich der Dimension der Gesamtbelastung nur wenig, ist aber ein folgerichtiger Schritt. Weitere Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger sind zwar angekündigt, aber noch nicht eingeführt.

 

Wir, der SPD Ortsverein Lotte halten es für ungerecht, die Lasten der politischen Fehlentscheidungen der in der Energiepolitik und aus den durchaus richtigen politischen Entscheidungen hinsichtlich des Kriegs in der Ukraine allein auf die Gaskunden umzulegen, während insbesondere Gut- und Besserverdienende von einer geplanten Steuersenkung überproportional profitieren sollen. Hinzu kommt, dass eine Übergewinnbesteuerung der Krisengewinnler seitens der Regierung kategorisch abgelehnt wird. Eine solche Politik halten wir für unsozial und könne diese so nicht mittragen.

 

Wenn Gasbezieher sich die Gaspreise überhaupt noch leisten können, dann nur unter massivem Konsumverzicht.  Wir befürchten, dass die Auswirkungen für die Wirtschaft und hier insbesondere Gastronomie und Handel deutlich gravierender ausfallen werden als im Rahmen der Coronakrise. Der SPD Ortsverein rechnet daher mit erheblichen Unruhen und politischen Verwerfungen in der Bevölkerung.

 

Wir haben im Ortsverein die Fakten der Energiekriese und hier insbesondere der Gaskriese in der beigefügten Präsentation zusammengefasst. Wir bitten Dich als unser Bundestagsabgeordneter hierzu um Stellungnahme. Sollten Sachverhalte nicht richtig in der Präsentation dargestellt sein, so werden wir diese gern korrigieren."

 

Wir informieren über die Gasumlage!