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Der Entenbrook und die Verkehrsberuhigung

Einige Anwohner am Entenbrook in Wersen fordern weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen. Zuletzt hat der zuständige Verkehrs- und Umweltausschuss weitere bauliche Maßnahmen abgelehnt.

 

Die aktuelle Debatte ist stark von Wahlkampfpolemik seitens der CDU-Fraktion geprägt. Wichtig zur Einordnung: Es handelt sich nicht um eine Spielstraße (Kfz-Verkehr verboten, Kinder können daher gefahrlos spielen), sondern um einen verkehrsberuhigten Bereich – hier ist Verkehr mit Schrittgeschwindigkeit (ca. 7–15 km/h) erlaubt und Kinder dürfen spielen.

 

Die Straße wurde erst kürzlich in enger Abstimmung mit den Anwohnern neu ausgebaut. Nun fordern einige nachträglich Bremsschwellen oder Berliner Kissen. Dagegen sprechen sich jedoch Rettungsdienste und einige Senioren aus dem Seniorenwohnen aus – wegen möglicher Behinderungen und zusätzlicher Lärmbelastung.

 

Das Beispiel „An der Dorfkirche“ zeigt: Nachträglich installierte Berliner Kissen haben kaum messbaren Einfluss auf die Geschwindigkeit. Das habne die Messungen ergeben. Somit hätten Bremsschwellen auch keine zusätzliche Sicherheit für die Nutzer der Straße gebracht. Allerdings hätte eine nachträgliche Aufpflasterung des Einmündungsbereichs Entenbrook ca. 70.000 € gekostet – bei zweifelhaftem Nutzen. Fehler müssen nicht wiederholt werden.

 

Kommunalpolitik braucht auch den Mut, klare Entscheidungen gegen Einzelinteressen zu treffen.